Stramer : ein Familienroman

Lozinski, Mikolaj, 2024
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 0
Reservierungen 0Reservieren
Medienart Buch
ISBN 978-3-518-43199-3
Verfasser Lozinski, Mikolaj Wikipedia
Beteiligte Personen Schmidgall, Renate Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen und Novellen
Verlag Suhrkamp
Ort Berlin
Jahr 2024
Umfang 410 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Mikolaj Lozinski ; aus dem Polnischen von Renate Schmidgall
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Karl Vogd;
Opulenter Roman über das Schicksal einer polnisch-jüdischen Familie im 20. Jahrhundert. (DR)
Der polnische Autor Mikolaj Lozinski schildert das Leben des gescheiterten Amerika-Auswanderers Nathan Stromer, der mit seiner Frau Rywka und seinen sechs Kindern in bescheidensten Verhältnissen im jüdischen Viertel der Stadt Tarnow lebt. Es ist ein Dasein in Armut, in dem trotzdem die Lebensfreude dominiert. Während Nathan mit seinen wirtschaftlichen Projekten grandios scheitert, bewähren sich seine heranwachsenden vier Söhne und zwei Töchter in Schule und Umfeld. Am tüchtigsten ist der älteste Sohn Rudek. Die zwei nächstgeborenen Söhne der kluge Sadek und der attraktive Hesio begeistern sich für den Marxismus. Die schöne Tochter Rena bringt die Männer reihenweise in Verwirrung. Das alles vollzieht sich vor dem Hintergrund des anschwellenden Antisemitismus, den die Stramer-Kinder in der Schule und in der Stadt immer deutlicher wahrnehmen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland zieht sich die Schlinge für sie immer mehr zu. Das weitere Schicksal der Familie wird nur angedeutet.
Sadek kämpft im Spanischen Bürgerkrieg. Während des Zweiten Weltkriegs schlägt er sich in Paris durch. Einigen der Stramer-Geschwistern gelingt die Flucht in die Sowjetunion. Die Leser*innen wissen, dass auf sie in Stalins Imperium Hunger, Verfolgungen und Deportation warten. Im letzten Kapitel treffen wir auf Rywka, die sich im Konzentrationslager Stutthof voller Liebe an ihre Kinder erinnert.
Der Autor erzählt das alles aber nicht als heroische Opfergeschichte, sondern als eine Familiensaga voll Witz und prallem Leben. Er bringt damit einen neuen Ton in die Literatur über den Holocaust. Das Buch wurde in Polen zu einem Bestseller. Der Roman ist anregend und bereichernd.

Leserbewertungen

Es liegen noch keine Bewertungen vor. Seien Sie der Erste, der eine Bewertung abgibt.
Eine Bewertung zu diesem Titel abgeben