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DR
Har
Sein Garten Eden : Roman
Harding, Paul, 2024| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-630-87378-7 |
| Verfasser | Harding, Paul
|
| Beteiligte Personen | Morawetz, Silvia
|
| Systematik | DR - Romane, Erzählungen und Novellen |
| Verlag | Luchterhand |
| Ort | Frankfurt am Main |
| Jahr | 2024 |
| Umfang | 313 Seiten |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Paul Harding ; Deutsch von Silvia Morawetz |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Ingrid Kainzner; Eine kleine Außenseiter-Gemeinschaft, die aus ehemaligen Sklaven und ihren Nachkommen besteht, führt auf einer unbewohnten Insel ein ärmliches Leben, bis die US-Behörden auf sie aufmerksam werden. (DR) 1793 stranden Benjamin Honey und seine Frau Patience auf »Apple Island« vor der Küste Maines. Er ist ein ehemaliger Sklave, seine Frau Irin und weiß. Benjamin hat lediglich ein Säckchen mit ein paar Samen und etwas Werkzeug bei sich. Aus den Samen entwickeln sich Obstbäume, die den Nachkommen der beiden das Überleben ermöglichen. Viel mehr aber auch nicht. Im Jahr 1911 kommt ein weißer Missionar und Lehrer auf die Insel. Matthew Diamond meint es gut. Er möchte den Kindern Lesen und Schreiben beibringen, sie für Musik und Kunst begeistern, ja sogar Lateinunterricht geben. Zunächst sind die Inselbewohner sehr misstrauisch. Doch nach und nach freuen sich vor allem die Kinder über diese Bereicherung ihres Lebens. Einige von ihnen zeigen besondere Begabungen. Ein Mädchen erlernt ungewöhnlich rasch die lateinische Sprache und kann bald schon aus dem Stegreif zitieren. Ein junger Mann entwickelt ein sensationelles Talent fürs Zeichnen, ein anderer fürs Rechnen. Als die US-Behörden sich für die kleine Gemeinschaft zu interessieren beginnen, bedeutet das nichts Gutes. Ärzte, Fotografen und Beamte kommen auf die Insel. Das Zusammenleben von Schwarz und Weiß, die hygienischen Zustände und die Tatsache, dass alle Bewohner miteinander verwandt sind, erregen ihren Abscheu. Ohne den geringsten Respekt für die Würde dieser Ärmsten der Armen vermessen sie deren Schädel, machen Aufzeichnungen und schicken sie an die Behörden. Damit ist das Schicksal dieser Handvoll Familien besiegelt. Sie werden mit unvorstellbarer Grausamkeit deportiert, wobei sich schreckliche Szenen abspielen und einige den Tod finden. Hardings Roman basiert auf historischen Begebenheiten. Mit großer Behutsamkeit und Feingefühl schildert er die bittere Armut und den selbstverständlichen Zusammenhalt der Gemeinschaft. Dabei unterschlägt er nicht die Folgen, welche das zwangsläufig inzestuöse Leben für die Gesundheit mancher Nachkommen bedeutet. Der Roman führt die Unmenschlichkeit weißer Überheblichkeit schonungslos vor Augen und lässt wohl kaum eine*n Leser*in unberührt. |
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