Lass uns doch noch etwas bleiben : Roman

Shriver, Lionel, 2024
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Medienart Buch
ISBN 978-3-492-05933-6
Verfasser Shriver, Lionel Wikipedia
Beteiligte Personen Abarbanell, Bettina Wikipedia
Beteiligte Personen Hansen, Nikolaus Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen und Novellen
Verlag Piper
Ort München
Jahr 2024
Umfang 349 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Lionel Shriver ; aus dem amerikanischen Englisch von Bettina Abarbanell und Nikolaus Hansen
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Doris Göldner;
Ein Ehepaar um die 50 beschließt, mit 80 Jahren ihre Leben zu beenden aber wollen das beide wirklich? (DR)
Nach der belastenden Pflege von Kays dementen Vater fassen die Krankenschwester und ihr Ehemann Cyril, ein Arzt, den Entschluss, ihrem Leben im Alter von 80 Jahren mithilfe eines Medikaments ein Ende zu setzen. Doch 30 Jahre vergehen schneller als erwartet, und als der Moment schließlich kommt, ist alles anders als gedacht. Der Brexit entfacht unerwartet Cyrils Lebensgeister, und die Pandemie durchkreuzt die Pläne für das pompöse Begräbnis, das Kay in allen Einzelheiten geplant hat.
Lionel Shriver erzählt in 11 Kapiteln humorvoll und nachdenklich zugleich. Sie greift immer wieder bestimmte Punkte der anfänglichen Erzählung auf und spinnt daraus verschiedene mögliche Ausgänge: Mal überlebt Kay, mal Cyril, mal sterben beide bei einem Unfall. Das ist der humorvolle Teil des Romans.
Daneben gibt es auch nachdenkliche Passagen. Es werden ernsthafte Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Politik und insbesondere der Gesundheitspolitik behandelt.
Lionel Shriver geht erstaunlich tabulos im Ausdenken der verschiedenen Möglichkeiten vor und schreckt auch nicht davor zurück, sich selbst als »hysterisch« und »grauenhaft blasiert« ins Buch zu schwindeln. (S. 271ff)
Besonders originell ist das Kapitel über das fiktive Medikament »Retrogerinox«, das Altern und Sterben unmöglich macht und eine Ahnung vermittelt, wie sich die Welt dadurch verändern könnte.
Als vergnüglicher Roman mit ungewöhnlichem Plot und vielen Denkanstößen sehr zu empfehlen.

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