Die Möglichkeit von Glück : Roman

Rabe, Anne, 2023
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Medienart Buch
ISBN 978-3-608-98463-7
Verfasser Rabe, Anne Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen und Novellen
Schlagworte Deutscher Buchpreis
Verlag Klett-Cotta
Ort Stuttgart
Jahr 2023
Umfang 380 Seiten
Altersbeschränkung keine
Auflage 14. Aufl.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Anne Rabe
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Ingrid Kainzner;
Anhand der Schilderung einer traumatischen Kindheit zeigt die Autorin, wie ein totalitäres Regime tief ins Persönliche eindringt und Menschen zerbricht. (DR)
Stine kommt in den 1980er-Jahren in der DDR zur Welt. Ihre Eltern sind überzeugte Parteimitglieder, die das kleine Mädchen und ihren Bruder Tim mit unnachgiebiger Härte erziehen. Die sadistische Mutter lässt ihren Kindern nichts durchgehen. Gehorchen sie nicht, setzt es drakonische Strafen. In der Schule findet Stine in der allseits bewunderten Ada ihre beste Freundin. In deren Elternhaus geht es offen und warmherzig zu, die Kinder werden musisch gefördert, man geht in die Kirche und hofft auf ein Leben in Freiheit. Wenn Stine bei Ada zu Besuch ist, spürt sie das Misstrauen, das ihr dort entgegenschlägt. Sie fühlt sich sehr einsam und entwickelt lebensbedrohliche psychische Störungen. Als sie als junge Frau einen Freund findet und ein Kind erwartet, bricht sie den Kontakt mit ihrer Familie ab. Doch die erlebten Traumata lassen sich nicht so leicht abschütteln. Es kommt ihr zu Bewusstsein, dass sie eigentlich so gut wie nichts über Kindheit und Jugend ihrer Eltern weiß. Und auch der Großvater hat sich über seine Vergangenheit ausgeschwiegen. Sie beginnt in Archiven zu recherchieren und stößt auf verstörende Fakten.
Anne Rabe hat sich in ihrem autofiktionalen Debütroman eine riesige Last von der Seele geschrieben. Man kann kaum ermessen, wie ein Kind so einer enormen physischen und psychischen Gewalt standhalten konnte. Überzeugend macht die Autorin sichtbar, wie Privates und Politisches einander durchdringen und wie sehr ein totalitäres Regime über Generationen hinweg seine unheilvolle Saat verbreitet. Der Roman ist zweifellos harte Kost, aber ungeheuer lesenswert.

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