Höllenjahre : die Briefe meines Onkels aus dem Krieg. 1939 - 1945 : mit 16 Schwarz-Weiß-Abbildungen und einer Karte

Simeoni, Evi, 2023
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Medienart Buch
ISBN 978-3-492-07151-2
Verfasser Simeoni, Evi Wikipedia
Systematik BO - Erfahrungsberichte und Lebensbilder
Schlagworte Zweiter Weltkrieg, Soldat
Verlag Piper
Ort München
Jahr 2023
Umfang 315 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Evi Simeoni
Illustrationsang Illustrationen
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Maria Schmuckermair;
Die Grausamkeit des Krieges und die Ohnmacht der Betroffenen, demonstriert anhand der erschütternden Original-Feldpostbriefe eines jungen Mannes. (BB)
Weiche, fast kindliche Züge zeigt das Porträt des jungen Mannes auf dem Titelbild dieses aufrüttelnden Sachbuches, das die »Lebenszeichen« von Heinz Meyer wiedergibt, die er aus dem Zweiten Weltkrieg an seine Familie geschickt hat. Die renommierte deutsche Journalistin Evi Simeoni hat 2020 aus dem Nachlass ihrer Tante die Feldpost ihres Onkels bekommen und im vorliegenden Buch herausgegeben. Zum besseren Verständnis hat sie sorgfältig recherchierte Erläuterungen eingefügt. Der in Ulm geborene Schwabe Heinz Meyer ist als 18-Jähriger im September 1939 zur Wehrmacht gekommen, hat am Frankreichfeldzug (ab Mai 1940) teilgenommen, war zwischendurch wieder in Deutschland zur Ausbildung, dann im besetzten Holland, bis er schließlich im Juni 1942 in die »große Front des grauen Krieges im Osten« eintreten musste. In Russland erkrankte er schwer an Wolhynischem Fieber, überlebte nur knapp in einem Lazarett in der Heimat, auch dank der liebevollen Pflege der Krankenschwester Ida, die er während des Krieges heiratete trotz damals fast unüberwindlicher Hindernisse (sie katholisch, Heinz evangelisch). Nur vier Monate nach der Hochzeit starb Heinz Ende Februar 1945 in der völlig aussichtslosen Schlacht um Breslau mit 23 Jahren.
Die liebevoll zärtlichen, stets von Zuversicht getragenen Briefe an seine Eltern und Geschwister sind, wenn man von vornherein um das tragische Ende weiß, Dokumente des Grauens. »Geschichte von unten« die nüchterne Zahl von 60 Millionen Toten, die Hitlers Krieg gefordert hat, soll nicht vergessen lassen, dass hinter jedem einzelnen dieser Opfer ein menschliches Schicksal steht. Dieses empfehlenswerte Buch ist eine eindringliche Mahnung gerade in der aktuellen Situation!

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