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DR
Cam
Das Wasser des Sees ist niemals süß : Roman
Caminito, Giulia, 2022| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-8031-3349-6 |
| Verfasser | Caminito, Giulia
|
| Beteiligte Personen | Kleiner, Barbara
|
| Systematik | DR - Romane, Erzählungen und Novellen |
| Verlag | Verlag Klaus Wagenbach |
| Ort | Berlin |
| Jahr | 2022 |
| Umfang | 314 Seiten |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Giulia Caminito ; aus dem Italienischen von Barbara Kleiner |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Cornelia Gstöttinger; Die Tochter soll es einmal besser haben, ihre Bildungschancen nutzen und die Familie aus der Armut hinausmanövrieren. (DR) Antonia mit den roten Haaren lässt sich nicht unterkriegen. Die Mutter der Ich-Erzählerin nimmt die Dinge selbst in die Hand, kämpft wie eine Löwin darum, sich selbst, die vier Kinder und den querschnittgelähmten Mann über Wasser zu halten. Sie findet Wege, um der schäbigen, 20 Quadratmeter kleinen Souterrainwohnung in Rom zu entkommen, geht bei reichen Leuten putzen und setzt alles daran, dass die Tochter Gaia das Gymnasium besuchen kann. Eine gute Ausbildung soll ihr eine erfolgreiche Zukunft ermöglichen. Am Wort ist Gaia selbst, die an der Schule aufgrund ihrer Herkunft eine Außenseiterin bleibt. Fast ein wenig atemlos, so als hätte sie sich in Rage geredet, sprudelt es aus der Ich-Erzählerin heraus, diesem Mädchen, das sich in den Träumen der Mutter gefangen fühlt. Das lernt und lernt, um den Vorstellungen der Mutter halbwegs zu entsprechen, und doch nie bestehen kann. Die preisgekrönte italienische Autorin machte bereits mit ihrem Roman »Ein Tag wird kommen«, der 2020 auf Deutsch erschien, auf sich aufmerksam. Mit unverbrauchten Bildern zeichnet sie wortreich und präzise Szenen einer ärmlichen Kindheit und Jugend: Angereichert mit vielen Details, die das Erzählte lebendig machen, schildert Giulia Caminito einen Alltag voller Entbehrungen. Vom Wunsch dazuzugehören, dem gegenseitigen Drangsalieren in der Schule, dem Leistungsdruck vor dem Abitur, von ungesunder Selbstoptimierung und der Eifersucht unter den rivalisierenden Pubertierenden ist da die Rede. Es entsteht ein markanter, unverkennbarer Erzählton, der Erzählgestus hat etwas Zorniges an sich, als hätte sich zu viel in der Berichtenden aufgestaut. Gaia fühlt sich nicht wohl in dieser Rolle, die ihr aufgedrängt wird, empfindet sich als reine Projektionsfläche. Und so brodelt und gärt es in dieser interessant angelegten launischen Figur, immer wieder bricht ihre Wut hervor, drängt ein verhängnisvoller Hang zur Gewalt an die Oberfläche. So bringt dieser aufgezwungene Bildungsweg nicht nur enttäuschte Hoffnungen vom Klassenaufstieg mit sich, nein, es lauert etwas Explosives, Abgründiges in dieser Geschichte, wie schon das wunderschöne Cover gelungen andeutet. Äußerst empfehlenswerte italienische Gegenwartsliteratur voll erzählerischer Wucht! Der psychologischen Tiefe der unberechenbaren Protagonistin und dieser prekären Mutter-Tochter-Beziehung lässt sich gut in Literaturgesprächskreisen nachgehen. |
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